Rudolf Binsack

CURRICULUM VITAE 

Binsack, Rudolf, Dr. agr.
Diplom-Agrar-Ingenieur
Deutscher
verheiratet, drei Kinder
geb. am 12.10.1931 in Berka v. d. Hainich, Kreis Eisenach

Anschrift:
Kastanienstrasse 9, 61352 Bad Homburg
Telefon 06172-450316 | ePost rudolf@binsack.de

Fremdsprachen: Englisch, Spanisch, Portugiesisch

Das Wesentliche:
Ein Fachmann mit mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung in der Internationalen Technischen Zusammenarbeit, vor allem im Bereich der Landwirtschaft (speziell: Bodenmelioration und Bodenfruchtbarkeit, Pflanzenbau und Pflanzenernährung, nationale und internationale Agrarforschung), aber auch in der Förderung kleiner und mittlerer (Industrie-)Betriebe. Bestens vertraut mit allen Phasen wie Konzipierung, Planung, Vorbereitung, Durchführung, Steuerung, Vernetzung und Beurteilung von EZ-Projekten. Erfahren in der Entwicklung von Strategien und Programmen.

Schulbildung:
04/1938 – 02/1941 Volksschule in Eythra, Kreis Leipzig
03/1941 – 10/1945 Thomas-Gymnasium in Leipzig
12/1945 – 03/1950 Max Planck-Gymnasium in Göttingen (Abitur)

Berufliche Ausbildung:
04/1950 – 03/1952 Saatzucht Füllberg in Dunsen, Kreis Alfeld; Landwirtschaftslehre
04/1952 – 05/1955 Justus Liebig-Universität in Giessen; Studium der Landwirtschaft (Diplom)
06/1955 – 05/1957 Institut für Bodenkunde und Bodenerhaltung der Justus Liebig-Universität Giessen: Untersuchung der Blausandmelioration in Ostfriesland (Promotion)

Berufliche Tätigkeit:

06/1957 – 04/1963   Landwirtschaftskammer Weser-Ems, Oldenburg; Berater für Bodenmelioration und -fruchtbarkeit; Assessor für Ackerbau und Landeskultur; Aufgaben: Planung, Durchführung und Auswertung von Feldversuchen in Marsch, Moor und Geest; Entwicklung neuer Entwässerungs- und Meliorationsverfahren; Beratung von Verbänden und Betrieben; Region: Weser-Ems-Gebiet (Norddeutschland)

05/1963 – 06/1967   Deutsche Förderungsgesellschaft für Entwicklungsländer (GAWI), Frankfurt am Main; Vorbereitung, ab 07/63 in Temuco, Chile; Regierungsberater für Bodenfruchtbarkeit und Düngung; Aufgaben: Planung, Durchführung und Auswertung von Gefäß- und Feldversuchen mit verschiedenen Arten und Mengen von Düngemitteln und Kalk bei mehreren Kulturen; Ausarbeitung von Empfehlungen zur Bewirtschaftung von Vulkanasche-, Rotlehm- und staunassen Böden; Beratung von Betrieben, Genossenschaften und der Regierung; Region: Südchile (Los Angeles bis Pto. Montt)

07/1967 – 02/1972   Deutsche Förderungsgesellschaft für Entwicklungsländer (GAWI), Frankfurt am Main; Vorbereitung, ab 01/68 in Curitiba, Brasilien; Leiter des Projekts “Bodenfruchtbarkeit und Düngung im Bundesstaat Paraná”; Aufgaben: Planung, Durchführung und Auswertung von Gefäß- und Feldversuchen mit verschiedenen Arten und Mengen an Düngemitteln und Kalk, vor allem bei Sojabohnen und Weizen; Ausarbeitung von Empfehlungen zur standortgerechten Bodennutzung; Ermittlung der Anbauwürdigkeit neuer Kulturen (wie Raps, Sorghum, Lupinen); Weitergabe der Ergebnisse an Genossenschaften; Region: Bundesstaat Paraná, Brasilien

03/1972 – 12/1974   Bundesstelle für Entwicklungshilfe (BfE), Frankfurt am Main; Hilfsreferent; Aufgaben: Vorbereitung und Steuerung von Agrarprojekten in Lateinamerika, in den Bereichen Bewässerung, Genossenschaften, Landmaschinen, Saat- und Pflanzgut, Zuchtvieh, Düngemittel, Molkerei, Bienenhaltung; Länder: Peru, Ecuador, Panama, Costa Rica, Trinidad

01/1975 – 08/1984   Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), Eschborn; Leiter des Fachbereichs Pflanzenbau; Aufgaben: Vorbereitung und Steuerung pflanzenbaulicher Agrarprojekte in den Bereichen: Förderung von Ackerbau, Gartenbau und Grünlandwirtschaft; Entwicklung von Anbausystemen für bestimmte Ökoregionen (tropischer Regenwald, Subtropen, Hochanden, Savanne); Vermehrung von Saat- und Pflanzgut (Kartoffeln, Reis, Weizen Bohnen etc.); Einrichtung und Betrieb von Genbanken; Förderung der nationalen und der internatio­nalen Agrarforschung in Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung; Förderung neuer Kulturen (Mikroalgen, Lupinen) und neuer Verarbeitungstechnologien (Eiweißkonzentrat, Alkaloide); Länder: BrasilienPeru, Bolivien, Argentinien, Uruguay; Ägypten, Ghana; Korea, Thailand, Indien; Internationale Zentren für Agrarforschung: CIP (Kartoffeln, Peru), CIAT (Tropische Landwirtschaft, Kolumbien), CIMMYT (Mais und Weizen, Mexiko), IITA (Tropische Landwirtschaft, Nigeria), ICRISAT (Semiaride Tropen, Indien), IRRI (Reis, Philippinen), ICARDA (Trockengebiete, Syrien), IFDC (Entwicklung von Düngemitteln, USA)

09/1984 – 08/1986   Weltbank, Washington/DC, USA; Technischer Berater; Aufgaben: Koordination des westeuropäischen Beitrags zur Internationalen Agrarforschung; Ausrichtung der Beiträge auf den Bedarf der Entwicklungsländer; Darstellung der Internationalen Agrarforschung vor westeuropäischen Universitäten und Forschungsorganisationen

09/1986 – 11/1988   selbständiger Gutachter, bis 09/88 in Washington/DC, USA; Tätigkeit: Erstellung von Gutachten für Weltbank, UNDP (Entwicklungsprogramm der UN, New York), FAO (Nahrungsmittel und Landwirtschaft, Rom) und GTZ über Themen wie: Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Weltbank und GTZ, Einrichtung eines afrikanischen Düngemittel-Zentrums, Vorkommen und Nutzung von Rohphosphat in Westafrika, Beurteilung von Weltbank- und GTZ-Projekten; Länder: Senegal, Sierra Leone, Liberia, Ghana, Togo, Benin, Botswana, Zimbabwe, Tansania, Brasilien

12/1988 – 08/1992   Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), Eschborn; Ländergruppenleiter; Aufgaben: Koordination aller GTZ-Arbeiten in Argentinien und der Förderung der Klein- und Mittelindustrie in Brasilien (bis 05/92); Mitarbeit an der Entwicklung von Konzepten und Programmen; Bewertung von Projektanträgen; Zusammenstellung und Steuerung von Missionen; Erstellung von Angeboten an das BMZ und andere Geber; Auswahl des Personals für Projekte und Zentrale; Steuerung aller Phasen des deutschen Beitrags für die Projekte; Beratung des BMZ und der GTZ in regionalspezifischen Fragen; Länder: Argentinien, Brasilien

09/1992 – 05/2000   selbständiger Gutachter, Konsulent für Internationale Tech­nische Zusammenarbeit; Tätigkeit: Entwicklung von Konzepten und Programmen im Rahmen der Entwicklungspolitischen Zusammenarbeit; Planung neuer und Beurteilung laufender Vorhaben in verschiedenen Bereichen der Landwirtschaft sowie in der Förderung von Klein- und Mittelindustrie. Dabei wurden vornehmlich folgende Aufträge ausgeführt:
im Bereich Förderung der Klein- und Mittelindustrie: Wirkungsbeobachtung der Industrie-Seminare in Argentinien und Bolivien, Ausarbeitung von Angeboten für Projekte in Südafrika, Namibia und Sri Lanka, Durchführung einer Projektfortschrittskontrolle in Brasilien, Erstellung der Schlussberichte für sieben Projekte
im Bereich Landwirtschaft: Ausarbeitung von Papieren zu Themen wie Bodenerosion, Lupinen, Rohphosphat und Internationale Agrarforschung, Erstellung von Angeboten zu Sorghum und Millet in SADC- Ländern und zur Agrarstudie Schimkent in Kasachstan, Evaluierung eines Projekts der Ländlichen Regionalentwicklung in Mo­sambik, Vorprüfung von Projektansätzen in Mazedonien, Kasachstan, Kirgistan, Peru und Ekuador, Beurteilung sowjetischer Arbeiten zur Aralsee-Problematik, Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen kasachischen Agraruniversitäten und landwirtschaftlichen Betrieben, Erstellung von Schlussberichten für Projekte in Argentinien, Honduras, Philippinen, Thailand und Brasilien
allgemein: Steuerung von Massnahmen der Technischen Zusammenarbeit in Kasachstan, Vorbereitungen zur Gründung eines Unabhängigen Beraterkreises der GTZ, Wirkungsbeobachtung abgeschlossener Projekte